Projektkonzept

Seit Mai 2015 gibt es schon die Offenbacher HeRoes. HeRoes beschäftigt sich mit männlichen Jugendlichen im Alter von 16 bis 21 Jahren aus Kreis und Stadt Offenbach. Die Jugendlichen treffen sich wöchentlich, um zusammen mit den Gruppenleitern über Themen wie Ehre, Unterdrückung, Jungfräulichkeit, Gleichberechtigung oder Religion zu diskutieren. Sie reflektieren ihre Meinungen und Einstellungen zu den besprochenen Themen und werden nach einer Ausbildungsphase zu HeRoes zertifiziert, um im zweiten Schritt, Workshops an Schulen anzubieten.

Das HeRoes-Projekt wurde in Berlin geboren. Ein Ehrenmord, welcher sich 2005 in Berlin ereignete, war hierfür der Auslöser. Hatun Sürücü, welche einen Lebensstil wählte, der nicht den Traditionen ihrer Familie entsprach, wurde von ihrem Bruder getötet. Um genau solche Ehrenmorde und die patriarchalen Strukturen und Unterdrückungsmechanismen zu verhindern, ist HeRoes in insgesamt sieben deutschen und zwei österreichischen Städten vertreten.

 

Junge Männer im Alter von 16-21 Jahren engagieren sich bei „HeRoes“ für Gleichberechtigung und gegen Unterdrückung von Frauen und Männern im Namen der Ehre.

Reden:  In regelmäßigen Trainings bekommen sie die Gelegenheit, zusammen mit ausgebildeten Gruppenleitern zu Themen wie Ehre, Identität, Gewalt, Geschlechterrollen, Menschenrechte, Diskriminierung und Jungfräulichkeit zu diskutieren.

Bewegen: Die Jugendlichen bekommen die Möglichkeit, sich mit persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen untereinander auszutauschen und viele dieser Sichtweisen auch zu hinterfragen und  zu reflektieren.

Verändern: Nach der etwa einjährigen Trainingsphase werden sie zu „HeRoes“ zertifiziert. Sie sind dann in der Lage, als Multiplikatoren eigenständig Workshops in Schulen und Jugendeinrichtungen anzubieten.